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Die erste Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins

Als die Moos nur von ganz Wagemutigen bezwungen wurde

Zusammengestellt von Franz Budde

Die Nachwelt möge aus der Chronik erfahren, dass sich nach den Weltkriegen 1914/1918 und 1939/1945 immer wieder Männer fanden, die den Wander- und Heimatgedanken hochhielten, damit die am 26. Januar 1883 gegründete Ortsgruppe Offenburg des Schwarzwaldvereins auch in Zukunft bestehen bleibt.
Getreu dem alten Wanderspruch:
Es führt dich nur der Nagelschuh
Dem Herzen deiner Heimat zu!

Die Ortsgruppe Offenburg des SV ist nach einer mündlichen Überlieferung von Wanderfreund, Fabrikant Wilhelm Clauss, Offenburg aus dem ehemaligen Bezirksverein hervorgegangen.
Gründungsmitglied war Max Wenk
Gründungstag war der 26. Januar 1883
1. Vorsitzender war: Oberförster Koutina
Beiräte:
Oberingenieur Beger (Erbauer des 1. Turmes auf dem Hohen Horn. Einweihung 22. Mai 1892)
Ratschreiber Kasimir Walter

In jenen Jahren ließ man den Bühlstein 478 m weiß anstreichen, damit er besser gefunden wurde, denn die Erstbesteigung war um jene Zeit eine Gewaltleistung. Leute über 30 Jahren hätten sich solch eine Strapaze nicht mehr gewachsen gefühlt.

Als nächstes erfolgte die Erstellung eines Pavillons auf dem Keugeleskopf 374 m. Diesen Berg kannte man überhaupt nicht. Auf die Erstellung eines Holzgerüstes 13 m hoch auf dem Hausberg Hohes Horn 547 m, Einweihung am 22. Mai 1892, folgte die Erbauung eines massiven Turmes auf der Moos 873 m. Unsere herrliche Moos kannte man nur vom Hörensagen. Hinauf traute sich nur ganz selten ein besonders wagemutiger Hochtourist.

Zu Anfang der 90iger Jahre wurde die Erbauung des Turmes auf der Brandeck 692 m beschlossen. Die Art der Ausführung ob Beton oder Mauerwerk verursachte manches Kopfzerbrechen. Die erste Ausführung wurde gewählt. Unter dem unvergesslichen Oberförster Stürmer (gestorben 1919) auch ausgeführt. Der Transport des Materials und insbesondere die Wasserbeschaffung verursachte große Schwierigkeiten. Man hatte den erforderlichen Sand nicht an der tiefer gelegenen Sandgrube gewaschen, sondern den ganzen Dreck zur Baustelle hinaufgeschleppt und das Waschen erst oben an der Baustelle gewaschen. Erst als Fabrikant Clauss auf diesen Schildbürgerstreich hingewiesen hatte, hat man die Sandwäscherei im umgekehrten Verfahren vorgenommen. Herr Gaswerksdirektor Buchholz, später in Bredereiche a. d. Havel, hat sich um das Zustandekommen des Bauwerkes große Verdienste erworben. Ohne seine reichlichen finanziellen und Materialstiftungen wäre der Bau unmöglich gewesen. Die Einweihung und Übergabe des Turmes an die Öffenlichkeit erfolgte am 13. Oktober 1895.
Am 2. März 1900 erfolgte die Eintragung im Vereinsregister beim Amtsgericht Offenburg unter Band I OZ 3.

Weitere Informationen:

 
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